Bücher

“Beim Lieblingsbäcker” (Lektora, 2021)

Die aberwitzigen Dialoge an der Verkaufstheke des Lieblingsbäckers sind nun endlich auch zwischen zwei Buchdeckeln versammelt. Dabei glänzt der urige Graubrotliebhaber mit ironisch-sarkastischen Verhohnepiepelungen gegenüber seiner Kundschaft und schießt treffsicher gegen die Franchise-Ketten der Brötchenbranche.

Leseprobe:
Kunde: »Ich hätte gerne zwölf Mohnbrötchen.«
Bäcker: »ZWÖLF Mohnbrötchen! Wer sind Sie denn – der Mann im Mohn?«
Kunde: »Ach, … wegen dem Mann im Mond?«
Bäcker: »Wenn man Witze erklärt, werden sie nicht unbedingt besser.«
Kunde: »Was ist denn so ungewöhnlich an der Bestellung?«
Bäcker: »Na ja, also zwölf Mohnbrötchen … das ist schon eine Menge!«
Kunde: »Sie wollen wohl nichts verkaufen hier, was? Eine Frechheit ist das. Also wenn jeder seine Brötchen so verdienen würde wie Sie …«
Bäcker: »Chapeau, der war gut. ›Brötchen verdienen‹ … Ha! Sie sind mir einer. Ich geb Ihnen sechs.«
Kunde: »Hä? Ich brauch aber zwölf.«
Bäcker: »Kein Mensch braucht zwölf Mohnbrötchen. Der letzte, der hier zwölf Mohnbrötchen gekauft hat, war Puff The Magic Dragon und selbst den haben sie nachher in irgendeiner Ecke aufgelesen, in der er zusammengekauert ›Cause I got high‹ gesungen hat. Mit dem Zeug ist nicht zu spaßen!«
Kunde: »Das ist doch nicht Ihr Ernst!?«
Bäcker: »Was glauben Sie denn, woran die ganzen Rockstars in den Siebzigern zugrunde gegangen sind? Dagegen ist Heroin ein feuchter Furz.«
Kunde: »Jetzt hören Sie aber auf. Sie wollen mich doch veräppeln.«
Bäcker: »Selbstverständlich. Hier sind Ihre zwölf Mohnbrötchen.«
Kunde: »Also, jetzt haben Sie mich aber fast drangekriegt. Also wirklich. Wieviel kriegen Sie denn?«
Bäcker: »Das geht normalerweise ohne Zuzahlung. Ich brauche nur das Rezept vom Hausarzt.«
Kunde: »Jetzt reicht es mir aber.«
Bäcker: »Kleiner Spaß. Macht zweihundert Euro … das ist erstklassiger Stoff.«
Kunde: »Der Bogen ist schon überspannt. Hören Sie auf.«
Bäcker: »Ist ja gut. Fünf neunzig bitte.«
Kunde: »Puh. Sie sind ein Witzbold. Hier ist das Geld. Bitte erklären Sie mir mal, warum Sie das machen … also dieses Veräppel-Spielchen?«
Bäcker singt: »Cause I got high, cause I got high … because I got high.«

“Klingelstreiche im Niemandsland” (Rowohlt Verlag 2017)

Quichotte - Klingelstreiche im Niemandsland

VON EINEM, DER IN DIE STADT ZOG, UM LAND ZU GEWINNEN

Jeder, der vom Land kommt, stellt sich früher oder später die Frage: Bleibst du, oder gehst du?
So auch Quichotte, der im Nachbardorf von Knolle aufwächst, dem Meister der genial-kruden Bauernweisheiten.
Seine Welt besteht lange aus Abwesenheiten: keine Bushaltestelle, keine Mädchen, keine Abwechslung und keine Hoffnung darauf, jemals dort zu sein, wo der Bär steppt, sondern immer nur dort, wo der Hund begraben ist.

Anrührend und sehr komisch erzählt Quichotte von seinem komplizierten Beziehungsstatus mit der Heimat, seiner intakten Beziehung zum Wald, wie man mit aufgemotzten Mofas kunstvolle Kornkreise fährt und davon, dass wahre Freundschaft für ein Kind vom Land so wertvoll ist wie die Blaue Mauritius …

“Es steht alles auf der Kippe” (Lektora, 2015)

Ein Buch zwischen Lyrik und Prosa, Alltag und skurrilen Ereignissen, mit ganz viel Witz und trotzdem nie ohne Ernst. Wer sich also die Frage stellt, wie Lyrik und Landleben, Kindheit und Erwachsensein, Krieg und Frieden, Wohlstand und Armut oder der Kopfstoß Zinédine Zidanes und das Verständnis pubertierender Teenager von Liebe zusammenpassen, wird hier fündig.

Auch die Kollegen sind begeistert:

„Wäre Humor ein Tabak und die Poesie ein Filter, wäre dieses Buch die perfekte Zigarette. Man möchte es auf der Stelle rauchen.“
Patrick Salmen

„Das sind keine kurzen Texte. Das sind Riesentexte mit ganz wenigen Wörtern.“
Markus Barth

„Quichotte: ein ganz feiner Geist im Leib eines zotteligen Rabauken.
Torsten Sträter

“Der Holzweg ist das Ziel. Es sei denn, er führt nach Rom.” (Lektora, 2016)

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Der literarische Rätselspaß geht in die 4. Runde!

Das Prinzip des Spiels hat sich nicht verändert: Es gilt, die Lücken der 111 Rätsel sinngetreu mit einem geografischen Begriff zu füllen. Dies kann also eine Stadt, ein Land oder gar eine Gebietsbezeichnung sein. Vielleicht hat sich sogar ein kleiner Fluss versteckt? Beispiel: Revolution in der Änderungsschneiderei. Aufgrund rebellischen Verhaltens einzelner Materialen können diese nicht mehr in herkömmlicher Form verarbeitet werden. Die Angestellten versehen die widerspenstigen Stoffe deshalb mit entsprechenden Namen wie ‚Anti-Wolle’ und ‚Kontra-Seide’. Der Revolutionsführer poltert: „Fuck the System! Wir dienen euch nicht länger als Fäden. Für euch sind wir doch eh nur ___-___.“ Antwort: Ungarn – Un-Garn

“Aufgeben ist keine Lösung. Außer bei Paketen.” (Lektora, 2015)

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Der literarische Rätselspaß geht weiter!

Nach „Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn es ist zu schwierig.“ und „Die Letzten werden die Ersten sein. Es sei denn, sie sind zu langsam.“, dreht sich der dritte Band der Reihe um das Thema Film und Fernsehen.
Beispiel: Eine ehemalige Landschaftsgärtnerin wurde aufgrund personeller Umstrukturierungen in einem Hotel zum Zimmermädchen umgeschult. Natürlich wird man jahrelang einstudierte Routinen nicht über Nacht los und so kam es öfter vor, dass sich die Gäste an der Rezeption über die Arbeitsweise der Angestellten beschwerten. Eine empörte Dame sprach: „Als hätte es nicht schon gereicht, dass die Frau letzte Woche mit dem Laubbläser das Badezimmer gesaugt und mit der Heckenschere den Teppich gestutzt hätte. Heute Morgen wollte diese Geisteskranke doch glatt das ____ ____. (Lösung: Batman – “Bett mähen”)

Du kannst alles schaffen, wovon du träumst. Es sei denn, es ist zu schwierig” (Lektora, 2013)



Kurze Zusammenfassung: Die erste Edition des literarischen Rätselbuches von Patrick Salmen und Quichotte befasst sich mit dem Thema Geografie. Auf jeder Seite wird dem Leser und der Leserin eine kurze, manchmal recht skurrile Geschichte präsentiert, an deren Ende eine Lücke bleibt, die es zu füllen gilt. Dabei ist die Lösung immer sowohl das passende Ende der Geschichte als auch Stadt, Land oder Fluss.
Beispiel: „Hast Du mal eine ruhige Minute?“, fragte die Katze den Hund, der just in diesem Moment am Gartentor dem Postboten auflauerte.
„Nein“, erwiderte dieser, „ich ____ ____.“ (Lösung: Belgrad – „bell grad“)